Rehab für News-Junkies



Es gibt Tage, an denen ist es ausgesprochen unschön, ein News-Junkie zu sein. Die Geschehnisse sind an solchen Tagen einfach so furchtbar langweilig. Was sich natürlich sekündlich ändern kann, und deswegen muss alle Viertelstunde auf den Lieblings-News-Seiten nachgeschaut werden, ob nicht doch etwas Interessantes gemeldet wird. Viertelstündlich? Na gut, manchmal auch alle zehn Minuten. Oder alle fünf. Wäre ja schade, wenn man das Nachrichten-Highlight des Tages verpassen würde.

Natürlich fühlt man sich, wenn man zum zehn­ten Mal die gleichen Schlagzeilen angeguckt hat, ziemlich bescheuert. Aber immerhin: Man ist nicht allein, denn zumindest unter Medienschaffenden ist das Phänomen des exzessiven News-Seiten-Anklickens weit verbreitet.

Und es gibt ja auch noch andere Internetjunkies, solche, die ständig auf Social-Network-Seiten schauen, ob es Neuigkeiten von Freunden und Bekannten gibt, oder Spielsüchtige, die ständig auf ihren Lieblingspages herumklicken, um keine neue Games-Empfehlung zu verpassen.

Uns allen kann geholfen werden. Mit Keep me out . Die Webseite bietet einen bislang einzigartigen Service für von sich selbst genervte Webseiten-Dauerüberwacher. Mittels eines einfachen Eingabeformulars gibt man an, welche Webseiten man künftig in welchem Zeitraum zu besuchen gedenkt. »Keep me out« erstellt aus diesen Angaben eine URL, die man zu den eigenen Bookmarks packen kann, und fortan wird man jedes Mal, wenn man die entsprechende Page vorzeitig besuchen will, entweder zu einer vorher angegebenen Webseite umgeleitet oder einfach nur verwarnt.

Prima Idee – allerdings nur, wenn man auch wirklich Bookmarks benutzt und nicht einfach nur automatisch eine Page reloaded.


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