Klartext



Der niedersächsische Pirat Carsten Schulz fiel schon mehrmals mit – sagen wir: eigenartigen – Anträgen zu Themen wie Holocaustleugnung auf. Auf dem Landesparteitag in Celle stellte er nun den (einstimmig abgeschmetterten) Antrag, dass Hitlers “Mein Kampf” Pflichtlektüre in Schulen werden solle.
Gegenüber der “Jüdischen Allgemeinen” fand Klaus Peukert, Beisitzer im Vorstand der Partei, sehr deutliche Worte zu Schulz – sein komplettes Statement konnte jedoch aus Platzgründen nicht im Artikel untergebracht werden. Hier ist es nun:

“Herr Schulz ist merkbefreit genug, um trotz totaler Isolation innerhalb der Partei wieder und wieder seine kruden Thesen zu verbreiten. Die Piraten haben, nicht nur mit der Resolution von Neumünster, ihre Haltung zu rechtsradikalen, antisemitischen und anderen menschenfeindlichen Äußerungen klar und deutlich gemacht. Herr Schulz befindet sich um Lichtjahre außerhalb des Wertefundaments der Piraten. Ein Schneeball in der Hölle hätte höhere Überlebenschancen als dieser als Antrag getarnte Unsinn. Herr Schulz und seine Anträge spielen in dieser Partei keine Rolle und ich bin sicher, dass er ihr auch zeitnah nicht mehr angehören wird.”

Zum Artikel in der “Jüdischen Allgemeinen” geht es hier


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